
Meine Philosophie
Zwischen Pferd und Mensch entsteht ein besonderer Raum, wenn Vertrauen, Achtsamkeit und Respekt den Ton angeben.
Hier kannst du entdecken, welche Werte und Grundlagen meine Arbeit prägen und warum sie für mich den Kern echten Lernens ausmachen.
Meine Werte
Jedes Training und jede Reiteinheit folgt nicht nur Übungen, sondern inneren Prinzipien.
Diese Werte sind das Herzstück meiner Arbeit – sie bestimmen, wie ich Pferd und Reiter begleite, wie wir miteinander kommunizieren und welche Entscheidungen ich treffe.
Die Grundlagen meiner Arbeit
Losgelassenheit als Grundlage
Losgelassenheit zeigt sich nicht nur im Körper, sondern auch im Geist. Ein Pferd, das sich angespannt, unsicher oder körperlich blockiert fühlt, kann nicht fein reagieren. Genau deshalb gehört für mich zu jeder Trainingseinheit die eigene Körperwahrnehmung des Pferdes und aber auch des Reiters und dabei das gezielte Entspannen einzelner Muskelpartien dazu. Mit gezielten Atem- und Körperübungen für Muskeln und Faszien erreichen wir den Grundstein Losgelassenheit, auf dem jedes Training aufbaut.
Bewusste und sinnvolle Bodenarbeit
Die Bodenarbeit ist für mich der erste Schritt jeder Ausbildung eines Pferdes. Hier entsteht das Körpergefühl des Pferdes und das Verständnis des Reiters. Der Pferdekörper, welcher eigentlich nicht zum Tragen eines Menschen gemacht ist, wird so stabilisiert und ausgebildet, dass er sich selbst und den Reiter gesunderhaltend tragen kann. Sie bildet somit den Grundstein für eine lange und gesunderhaltende Arbeit zwischen Mensch und Pferd. Deshalb nutze ich gerne auch Elemente der Bodenarbeit vor jeder Reiteinheit.
Gymnastizierende, strukturierte Longenarbeit
Die Longe als Werkzeug zur Gesunderhaltung – nicht als Kreis zum „Auspowern“. Longenarbeit ist für mich ein unverzichtbarer Teil gesunder Pferdeausbildung. Dabei geht es nicht darum, das Pferd in schneller Bewegung zu halten, sondern um Qualität statt Quantität. Ich möchte an der Longe eine reelle, biomechanische Biegung des Pferdekörpers erreichen und somit ein Aufwölben der Strukturen. Also genau die Aspekte, die auch beim Reiten wichtig werden.
Ein ausbalancierter, unabhängiger Reitersitz
Der Sitz ist die feinste und fairste Hilfengebung, die wir haben. Ein guter Sitz ermöglicht klare Kommunikation, verhindert Missverständnisse und schont den Pferdekörper. Dabei ist mir wichtig, dass der Reiter ein Gefühl für sein Pferd rein über den Sitz bekommt. Die zentrale Körperstabilität ohne zu klemmen und feine Gewichtshilfen, ermöglichen eine ganz neue Art der Kommunikation. Dazu nutze ich gerne die Möglichkeit der Sitzschulung an der Longe, um sich als Reiter voll und ganz auf seinen Sitz konzentrieren zu können.
Sanfter, logischer Trainingsaufbau
Weniger Druck – dafür mehr Klarheit, Struktur und Verständnis. Jedes Training folgt bei mir einem roten Faden: vom Einfachen zum Feinen, vom Bekannten zum Neuen. Zuerst schätze ich die Tagesform von Mensch und Pferd ein, um euch dann als Team an eurem Standpunkt abzuholen. Dazu beginne ich gerne in der Aufwärmphase mit ein paar Übungen vom Boden, bevor wir in den Sattel steigen. Während dem Reiten versuchen wir mit individuellen Übungen an aktuellen Herausforderungen zu arbeiten. Dabei steht jedoch nie im Vordergrund, dass Ziel mit Druck zu erreichen, sondern einen für das Mensch-Pferd-Team machbaren Weg zum Ziel zu finden.
Individuelles Tempo und körperliche Möglichkeiten
Jedes Pferd – und jeder Mensch – bringt seine Geschichte mit. Mir ist wichtig, nicht nur das Ziel, sondern den Weg zu sehen. Dafür muss man jeden Tag aufs neue auf die aktuelle Situation eingehen. Dazu zählen sowohl die körperliche, als auch die mentale Belastbarkeit bei Pferd und Reiter. Wir arbeiten in einem Tempo, das gesund hält und zu echten Fortschritten führt – nicht zu Überforderung oder Druck. Und das sowohl beim Reiter als auch beim Pferd!